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Baupreise für den Neubau von Wohngebäuden in Niedersachsen im Februar 2025 3,1% über dem Vorjahresniveau

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 034 vom 03.04.2025


  • Preisanstieg für den Neubau von Wohngebäuden höher als im Vorquartal
  • Preissteigerungen im Bereich der Ausbauarbeiten sind höher im Vergleich zu den Rohbauarbeiten
  • Hohe Preissteigerungen bei Außenanlagen für Wohngebäude

HANNOVER. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, lagen die Preise für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk) im Februar 2025 um 3,1% höher als im Vorjahresmonat. Im Erhebungsmonat November 2024 hatte die Preissteigerungsrate noch 2,8% betragen. Insgesamt sind die Baupreise für den Neubau von Wohngebäuden im Vergleich zum Vorquartal um 1,6% gestiegen.

Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen im Februar 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,2% an. Den größten Anteil an den Rohbauarbeiten und auch am Gesamtindex für den Neubau von Wohngebäuden haben Betonarbeiten und Mauerarbeiten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren die Preise für Betonarbeiten im Februar 2025 um 1,5% und für Mauerarbeiten um 1,0% gestiegen. Die höchste Preissteigerung im Bereich der Rohbauarbeiten gab es bei Zimmer- und Holzbauarbeiten (+5,6%). Bei Gerüstarbeiten wurde hingegen ein Preisrückgang von 1,9% verzeichnet.

Die Preise im Bereich der Ausbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen im Vergleich zum Vorjahresniveau um 3,6% an. Starke Preiserhöhungen wurden bei Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen (+7,9%) und bei Blitzschutz-, Überspannungsschutz-, Erdungslagen (+6,3%) beobachtet. Bei den Ausbauarbeiten trugen die Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen den größten Anteil zum Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden bei, dicht gefolgt von Metallbauarbeiten, die einen Preisanstieg von 3,7% auswiesen. Die Preise für Aufzugsanlagen, Fahrtreppen, Fahrsteige, Förderanlagen sind im Vorjahresvergleich um 2,4% gesunken.

Die Preise für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) stiegen im Februar 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,1%, die Preise für Schönheitsreparaturen in einer Wohnung um 2,8% an. Im Bereich der Bauwerksarten verzeichneten die Außenanlagen für Wohngebäude mit 5,5% den größten Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresniveau.

Im Februar 2025 verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat die Preise für den Neubau von Bürogebäuden um 3,1% und für den Neubau von gewerblichen Betriebsgebäuden um 3,0%. Zudem erhöhten sich die Preise im Straßenbau um 5,1%.


Tabellen und Abbildungen zu den Baupreisen stehen im Internetangebot des LSN bereit

Methodische Hinweise:
Mit dem Berichtsmonat Mai 2024 wurden die Indizes der Bauleistungspreise auf das neue Basisjahr 2021=100 umgestellt. Die Umstellung auf ein neues Basisjahr erfolgt turnusmäßig in der Regel alle fünf Jahre. Im Rahmen der Umbasierung kam es zu Anpassungen bei der Bezeichnung einiger Bauleistungen (beispielsweise bei den Nieder- und Mittelspannungsanlagen, die nun als Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnischen Anlagen bezeichnet werden). Zudem wurden 10 neue Bauleistungen in die der Berechnung zugrundeliegenden Wägungsschemata aufgenommen. Mit der Umstellung wurden alle Indizes ab Februar 2021 unter Berücksichtigung der aktualisierten Wägungsschemata neu berechnet. Die auf der alten Basis 2015 ermittelten Preisindizes verlieren damit ihre Gültigkeit.

Kontakt:
Mert Yilmaz, Tel. 0511 9898-2370
Sebastian Fischer, Tel. 0511 9898-2351


Über das Landesamt für Statistik Niedersachsen
Das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) erstellt auf gesetzlicher Grundlage rund 270 Statistiken zu verschiedenen Themen wie Bevölkerung und Haushalte, Bildung, Erwerbstätigkeit, Finanzen, Wirtschaft und Handel, Industrie oder Umwelt und Energie. Das LSN bietet damit neutrale, verlässliche und fachlich unabhängige Informationen für das Land Niedersachsen, seine Regionen und Kommunen, die mit anderen deutschen und europäischen Daten vergleichbar sind. Diese stehen Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürgern zu Informations- und Planungszwecken sowie als Entscheidungsgrundlage zur Verfügung.

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